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Researchers from IU publish their research results in numerous formats. Through this repository, we aim to make as many publications as possible available via Open Access. Gain insights into the dynamic and diverse research being conducted at IU!
Recent Submissions
Stadionatmosphäre als Erfolgsfaktor für Fanloyalität im deutschen Profifußball: Eine empirische Analyse mit Implikationen für Marketingverantwortliche
(IU Internationale Hochschule, 2026-04-14) Zweigle, Tanja; Hanig, Janis
This paper examines the influence of perceived stadium atmosphere on fan loyalty in German professional football (soccer). While previous research has primarily focused on team performance and identification as drivers of loyalty, the role of stadium atmosphere as an experiential and co-created factor has received limited empirical attention.
Using a mixed-methods approach consisting of a literature review, a focus group, a Delphi study, and a quantitative online survey (n = 209), the study analyzes how perceived stadium atmosphere affects attitu-dinal and behavioral dimensions of loyalty. The results reveal a significant positive relationship between stadium atmosphere and overall fan loyalty. The effect is particularly strong for attitudinal loyalty, while behavioral loyalty is influenced to a lesser extent.
Notably, the relationship proves stable across different fan segments, independent of age, membership status, stadium attendance frequency, or satisfaction with sporting success. The findings suggest that a fan-centered and authentic stadium atmosphere represents a strategic lever for strengthening long-term fan attachment and supporting the economic resilience of professional football clubs in an increasingly commercialized environment.
Spatial Close Playing: Eine räumliche Methode zur Analyse digitaler und virtueller Räume
(IU Internationale Hochschule, 2026-04-08) Burbach, Jörg
Spatial Close Playing bezeichnet eine Methode zur Analyse digitaler und virtueller Räume durch ihre navigierbare Rekonstruktion und Untersuchung räumlicher Nutzung. Aufbauend auf der etablierten Methode des Close Playing erweitert Spatial Close Playing die Analyse um eine räumliche Perspektive: Levelstrukturen, Spielerbewegungen und Spielverläufe werden als dreidimensionale und zeitlich navigierbare Modelle untersucht. Durch immersive Analyseumgebungen können Forschende Räume frei erkunden, Spieltrajektorien visualisieren und Leveldesign direkt im Raum analysieren. Spatial Close Playing versteht digitale Spiele als spielbare Systeme und räumliche Forschungsobjekte, deren Struktur, Dynamik und Interaktionslogik innerhalb eines navigierbaren Analysemodells untersucht werden können.
Darstellungsästhetik als Analyse- und Gestaltungsmodell digitaler Spiele: Skizzierung einer Taxonomie
(IU Internationale Hochschule, 2026-04-07) Trautzsch, Nadine
Visuelle Gestaltung digitaler Spiele wird in Praxis, Lehre und Forschung häufig über unscharfe Stilbegriffe, implizites Gestaltungswissen oder technische Kategorien beschrieben. Diese Begriffe sind für die Kommunikation im Produktionsalltag zwar funktional, erweisen sich jedoch für Analyse, Vergleich und Vermittlung als begrenzt. Das vorliegende Discussion Paper schlägt daher vor, Darstellungsästhetik als analytischen Begriff zu fassen, der visuelle Erscheinungsformen digitaler Spiele systematisch beschreibbar macht, ohne sie auf normative Stilklassen zu reduzieren. Hierfür wird ein mehrdimensionales Modell entwickelt, das formale, mediale-technische und wahrnehmungsbezogene Aspekte visueller Darstellung unterscheidet und durch operative Kategorien wie Art Style, Darstellungsform, Kameraperspektive und Genre ergänzt. Ziel ist es, eine gemeinsame analytische Sprache bereitzustellen, mit der visuelle Darstellungsästhetiken präziser benannt, verglichen und reflektiert werden können. Zugleich versteht sich das Modell nicht nur als Analyseinstrument, sondern auch als gestaltungsbezogener Bezugsrahmen für Konzeptentwicklung, Kommunikation und visuelle Entscheidungsprozesse in der Praxis. Die Anwendbarkeit des Modells wird exemplarisch am Spiel Sable gezeigt. Das Paper argumentiert, dass visuelle Darstellungsästhetik nicht aus einzelnen Stilmerkmalen ableitbar ist, sondern aus der spezifischen Konfiguration formaler, technischer und wahrnehmungsbezogener Parameter hervorgeht. Darstellungsästhetik wird damit nicht als bloße Stilfrage, sondern als analytische Aufgabe des Game Designs formuliert.
Psychische Erkrankung – Neurodiversität – Recovery: Konturen eines integrativen Forschungsfeldes für Ausbildung, Praxis und Forschung der Sozialen Arbeit
(IU Internationale Hochschule, 2026-03-30) Wägerle, Jennifer; Albrecht-Ross, Bessy
Die Diskurse zu psychischer Erkrankung, Neurodiversität und Recovery haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend parallel entwickelt, obwohl ihnen grundlegende Gemeinsamkeiten zugrunde liegen: die Kritik am medizinischen Defizitmodell und die Anerkennung von Erfahrungswissen als eigenständiger Erkenntnisquelle. Das vorliegende Diskussionspapier plädiert für eine systematische Zusammenführung dieser drei Perspektiven und skizziert die Konturen eines integrativen Forschungsfeldes für die Soziale Arbeit. Professionstheoretisch knüpft es an das Konzept reflexiver Professionalität (Dewe & Otto) an: Erfahrungen psychischer Krisen lassen sich als verdichtetes Praxiswissen verstehen, das reflexiv auf wissenschaftliches Wissen bezogen werden kann. Der Begriff des Sanismus dient dabei als sensibilisierender Terminus, der strukturelle Diskriminierung aufgrund psychischer Differenz sichtbar macht. Die Relevanz dieser Perspektive ergibt sich aus der spezifischen Positionierung der Sozialen Arbeit als Aufstiegsstudiengang und frauendominiertem Berufsfeld – Positionen, die intersektional mit dem sozialen Gradienten psychischer Belastung verschränkt sind. Das Papier entwickelt Implikationen für Ausbildung, Praxis und Forschung der Sozialen Arbeit.
Künstliche Intelligenz in Kommunen: Chancen, Herausforderungen und Förderbedarf für die Digitalisierung der Verwaltung
(IU Internationale Hochschule, 2026-03-20) Linke, Knut
Diese Arbeit untersucht den aktuellen Stand sowie die Herausforderungen der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in deutschen Kommunalverwaltungen. Trotz der wachsenden Bedeutung von KI in der Gesellschaft sind empirische Erkenntnisse zu ihrer Akzeptanz und Nutzung auf kommunaler Ebene bislang noch begrenzt. Auf Grundlage einer bundesweiten Online-Befragung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltungsmitarbeitenden (n = 142; n = 50) analysiert die Studie Wahrnehmungen, Erfahrungen und Erwartungen im Hinblick auf digitale und KI-gestützte Dienstleistungen in der lokalen Verwaltung.
Im Fokus der Forschungsfragen stehen der Grad der digitalen Transformation, konkrete Anwendungsfälle, die Akzeptanz sowie wahrgenommene Barrieren in beiden Gruppen. Darüber hinaus werden organisationale und regulatorische Treiber sowie Hemmnisse untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass KI-basierte Anwendungen zwar als zentral für die zukünftige Leistungsfähigkeit kommunaler Verwaltungen angesehen werden, ihre praktische Nutzung jedoch bislang begrenzt ist und sich häufig auf Bereiche wie automatisierte Übersetzungen oder die Bürgerkommunikation beschränkt. Datenschutzbedenken, Informationsdefizite und organisationale Hürden erweisen sich als wesentliche Barrieren.
Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen und betont insbesondere die Notwendigkeit klarer Strategien, gezielter Qualifizierungsmaßnahmen sowie regulatorischer Klarheit, um eine effektive und verantwortungsvolle Einführung von KI auf kommunaler Ebene zu fördern.
This paper investigates the current state and challenges of artificial intelligence (AI) implementation in German municipal administrations. Despite AI’s growing relevance in society, empirical insights into its acceptance and use in local government are still scarce. Drawing on a nationwide online survey of citizens and municipal officials (n=142; n=50), the study analyzes perceptions, experiences, and expectations regarding digital and AI-supported services in local administration.
Research questions focus on the extent of digital transformation, use cases, acceptance, and perceived barriers among both groups, as well as organizational and regulatory drivers and obstacles.
Results show that while AI-based services are widely considered crucial for future municipal operations, their practical application is still limited, often restricted to fields like automated translations or citizen communication. Data protection, lack of information, and organizational hurdles emerge as main barriers.
The paper concludes with recommendations, emphasizing the need for clear strategies, targeted training, and regulatory clarity to promote effective and responsible AI adoption at the municipal level.