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Researchers from IU publish their research results in numerous formats. Through this repository, we aim to make as many publications as possible available via Open Access. Gain insights into the dynamic and diverse research being conducted at IU!

Recent Submissions

  • Item type: Item ,
    DiversitätsBILDUNG: Erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf unternehmerisches Diversity Management
    (IU International University of Applied Sciences, 2026-06-16) Gehl, Louisa
    Der Beitrag untersucht das Diversity Management in gewinnorientierten Unternehmen unter Einbeziehung erziehungswissenschaftlicher Perspektiven. Ausgangspunkt ist die Fragilität unternehmensgesteuerter Diversitätspraktiken angesichts aktueller politischer Diskurse und Entwicklungen. Anhand einer Fallstudie wurde das Diversitätsverständnis zentraler Führungskräfte an einem Standort der Robert Bosch GmbH rekonstruiert. Während Diversität als notwendig und positiv bewertet wird, fehlen verbindliche Arbeitsbegriffe, strategische Umsetzung und bildungsorientierte Perspektiven. Vor diesem Hintergrund plädiert der Beitrag für einen transdisziplinären Ansatz von Diversity Management, der erziehungswissenschaftliche Konzepte integriert, statt bei betriebswirtschaftlichen Fokussierungen zu verbleiben. Die Ergebnisse der Fallstudie unterstreichen die Bedeutung von unternehmerischen Weiterbildungsmaßnahmen für eine nachhaltige und chancengerechte Organisationsentwicklung. The article examines diversity management in profit-oriented companies by incorporating educational science perspectives. The starting point is the fragility of company-driven diversity practices considering current political discourses and developments. Based on a case study, the diversity understanding of key executives at a Robert Bosch GmbH site was reconstructed. While diversity is considered necessary and positively valued, binding terminology, strategic implementation, and education-oriented perspectives are lacking. Against this backdrop, the article advocates for a transdisciplinary approach to diversity management that integrates educational science concepts rather than remaining focused on business economics. The case study results highlight the importance of corporate training measures for sustainable and equitable organizational development.
  • Item type: Item ,
    Jugendgerechte Messung extremistischer Einstellungen – eine qualitative Vorstudie zur Item-Interpretation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
    (IU Internationale Hochschule, 2026-06-16) Zimmer, Veronika; von Lautz, Yannick; Ostwaldt, Jens; Bergmann, Michel; Bongartz, Bärbel; Kart, Mehmet
    Der Anstieg extremistischer und antidemokratischer Einstellungen unter deutschen Jugendlichen sowie die zunehmende Digitalisierung der politischen Sozialisation erfordern Messinstrumente, die sowohl psychometrisch robust als auch an die Lebenswelt von Heranwachsenden angepasst sind. Der vorliegende Beitrag stellt erste ausgewählte Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie vor, die die Verständlichkeit bestehender Items aus nationalen Monitoring-Studien untersucht. Es wurden eine Fokusgruppe mit 7 jungen Menschen sowie 6 leitfadengestützte Interviews durchgeführt. Auf Basis dieser Befunde kann weitere Auseinandersetzung mit der Thematik empfohlen werden. Vor allem eine umfassende qualitative Exploration des Item-Verständnisses, jugendspezifische Adaptation der Items, kognitives Pretesting zur Verfeinerung von Formulierung und Skalierung, psychometrische Validierung sowie Mixed-Methods-Analysen zur Erfassung ideologieübergreifender, hybrider Einstellungsmuster. Die Umsetzung dieser Schritte würde die Entwicklung eines belastbaren, jugendgerechten Messinstruments ermöglichen, das antidemokratische Einstellungen zuverlässig erfasst und damit die evidenzbasierte Grundlage für Prävention, Bildung und Sicherheitsstrategien stärkt. The rise of extremist and anti-democratic attitudes among German youth, together with the increasing digitalisation of political socialisation, calls for measurement instruments that are both psychometrically robust and adapted to the lived realities of adolescents. This paper presents the first qualitative pre-study that examines the comprehensibility, relevance and scaling of existing item blocks from national monitoring studies. A focus group with seven young participants and six semi-structured interviews were conducted. Based on these findings, further work on the topic is recommended, in particular: (i) a comprehensive qualitative exploration of item understanding; (ii) youth-specific adaptation of the items; (iii) cognitive pre-testing to refine wording and scaling; (iv) psychometric validation using Item-Response Theory; and (v) mixed-methods analyses to capture ideology-spanning, hybrid attitude patterns. Implementing these steps will enable the development of a reliable, youth-friendly measurement instrument that accurately records anti-democratic attitudes and thereby strengthens the evidence base for prevention, education and security strategies.
  • Item type: Item ,
    Los Santos als Sehnsuchtsraum. Ästhetische Erfahrung, In-Game-Fotografie und langsames Spielen in Grand The! Auto V
    (IU Internationale Hochschule, 2026-06-09) Burbach, Jörg
    The article examines Grand Theft Auto V not primarily as a phenomenon of violence, satire, or toxicity, but as a space of aesthetic experience. It begins with the observation that, despite its problematic and frequently discussed aspects, GTA V also enables positive, calm, and curiously enduring experiences: long drives through Los Santos, listening to the radio stations, observing changing light conditions, wandering aimlessly, and photographing street scenes, landscapes, or small details. The text asks how these forms of slow and aesthetic gameplay can be conceptualized theoretically and what role in-game photography plays within them. To this end, approaches from Game Studies, game aesthetics, gameworld tourism, spatial theory, virtual photography, and slow game time are combined with a close-playing-oriented analysis of GTA V. The article argues that Los Santos is not merely a backdrop for crime and escalation, but an inhabitable space of longing: a digital place that becomes lived space only through movement, routines, visual practices, and affective attachment. In-game photography and slow gameplay thus emerge not as marginal fan practices, but as forms of cultural appropriation that reveal GTA V as a complex, contradictory, and aesthetically effective media object.
  • Item type: Item ,
    Herausforderungen im Umgang mit Ernährungsinformationen und Beratung in der Onkologie: Patient:innenperspektiven und Optimierungsbedarf in der Beratungsrealität
    (IU Internationale Hochschule, 2026-06-09) Menzel, Clara; Miersch, Claudia
    Hintergrund: Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität und die klinischen Ergebnisse bei onkologischen Patienten, ist jedoch nach wie vor nur unzureichend in die Routineversorgung integriert. Ziel dieser Arbeit war es, das Informationsverhalten von Krebspatienten, ihre Nutzung und Bewertung von Ernährungsinformationsquellen, ihre Erfahrungen mit Ernährungsberatung sowie wahrgenommene Unsicherheiten und Hindernisse bei der Umsetzung von Ernährungsempfehlungen zu untersuchen. Methodik: Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie unter Verwendung eines standardisierten, anonymen Online-Fragebogens durchgeführt. Die Daten von 31 erwachsenen Krebspatienten in Deutschland wurden mittels deskriptiver Statistik analysiert, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse der offenen Antworten. Ergebnisse: Fast alle Teilnehmer gaben an, sich nach ihrer Diagnose aktiv mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen, wobei sich die Mehrheit auf digitale Informationsquellen, insbesondere das Internet, stützte. Diese Quellen wurden zwar häufig genutzt, waren jedoch auch mit Skepsis, Informationsüberflutung und Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit verbunden. Medizinisches Fachpersonal und Ernährungsexperten wurden als äußerst vertrauenswürdig wahrgenommen, jedoch seltener konsultiert. Nur 29 % der Teilnehmer hatten eine professionelle Ernährungsberatung erhalten, die hinsichtlich Verständlichkeit und Empathie positiv bewertet wurde, jedoch Einschränkungen in Bezug auf Individualisierung und Kontinuität aufwies. Trotz guter Ernährungskompetenz berichteten die Patienten von erheblichen Herausforderungen bei der Umsetzung der Ernährungsempfehlungen. Zu den wichtigsten Hinder-nissen zählten therapiebedingte Symptome, strukturelle Einschränkungen, begrenzte Unterstützung so-wie widersprüchliche oder unklare Informationen. Die Unsicherheit wurde durch uneinheitliche Empfeh-lungen, auch von Seiten des medizinischen Fachpersonals, weiter verstärkt. Fazit: Die Ergebnisse verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen dem hohen Informations- und Beratungs-bedarf und unzureichenden Strukturen. Um Unsicherheiten zu reduzieren und Orientierung zu schaffen, sind eine frühzeitige, kontinuierliche und patientenzentrierte Ernährungsberatung sowie qualitätsgesicherte Informationsangebote erforderlich. Darüber hinaus sollte die Rolle von Ernährungsfachkräften in der onkologischen Versorgung gestärkt werden.
  • Item type: Item ,
    Intergeneratives Musizieren als interdisziplinäres Kulturangebot im Kontext von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung
    (Kubi online, 2026-04-21) Voss, Rebecca
    Intergeneratives Musizieren wird als Konnektiv zwischen Sozialer Arbeit, Kultureller Bildung und Musikpädagogik analysiert. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Musikprojekte gezielt den Dialog zwischen zwei nicht benachbarten Generationen fördern und dabei sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Benefits stiften können. Die These lautet, dass intergenerative Musikprojekte einen besonderen Erfahrungsraum schaffen, in dem kulturelles Kapital generationenübergreifend vermittelt und soziale und kulturelle Teilhabe gestärkt wird. Die theoretische Fundierung erfolgt über die Kapitaltheorie Pierre Bourdieus und über die Darstellung gesellschaftlicher Transformationsprozesse wie demografischer Wandel und veränderte Familienstrukturen. Empirische Studien und Praxisbeispiele zeigen die Vielfalt der Projektformen und die didaktischen Bedingungen. Die empirische Perspektive basiert auf Studien zu intergenerativen Musikprojekten, wobei die Benefits für beide Generationen – von kognitiver Aktivierung bis zur Erweiterung des Generationenhorizonts – herausgearbeitet werden. Der Beitrag richtet sich an Fachkräfte und Forschende aus Sozialer Arbeit, Musikpädagogik und Kultureller Bildung, die an interdisziplinären Ansätzen interessiert sind. Im Kontext aktueller Fachdiskurse wird die Notwendigkeit einer stärkeren Verzahnung der Disziplinen und einer wissenschaftlichen Fundierung intergenerativer Musikangebote herausgearbeitet.