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Researchers from IU publish their research results in numerous formats. Through this repository, we aim to make as many publications as possible available via Open Access. Gain insights into the dynamic and diverse research being conducted at IU!
Recent Submissions
Point & Click-Adventures auf Konsolen
(IU Internationale Hochschule, 2026-03-05) Burbach, Jörg
Point-&-Click-Adventures (PCAs) zählen zu den prägenden Spielgenres der Heimcomputer- und PC-Geschichte der 1980er- und 1990er-Jahre, konnten sich auf Spielkonsolen jedoch nie in vergleichbarer Weise etablieren. Dieses Discussion Paper untersucht die Ursachen dieser asymmetrischen Entwicklung und analysiert PCAs als plattformspezifische Interaktionssysteme. Im Fokus stehen historische Entwicklungsphasen von Konsolen-PCAs, zentrale Steuerungs- und Interface-Probleme sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auf Basis einer Auswertung von n = 92 PCAs, die zwischen 1988 und 2024 für Konsolen erschienen sind, zeigt der Beitrag, dass PCAs auf Konsolen nur unter spezifischen technischen und kulturellen Voraussetzungen zeitweise erfolgreich waren. Die begrenzte Etablierung des Genres erweist sich dabei als Ergebnis eines historisch PC-gebundenen Interface-Paradigmas, das sich nur eingeschränkt in konsolenspezifische Interaktions- und Nutzungskontexte übertragen ließ.
Wassertourismus: Zur Bestimmung eines verwässerten Begriffs
(De Gruyter Brill, 2024-08-13) Spiegel, Steffen
Der Begriff ‚Wassertourismus‘ ist nicht eindeutig definiert. Im Rahmen einer systematischen Literaturanalyse wurden 66 deutsch- und englischsprachige Veröffentlichungen zum Themenkreis des wasserbezogenen Tourismus identifiziert. Dabei wurden auch Aspekte wie Tourismus an Seen, Flüssen und Küsten sowie mariner und nautischer Tourismus berücksichtigt. Die Werke wurden einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen, um Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Definition des deutschen Begriffs ‚Wassertourismus‘ zu identifizieren und für diesen eine reliable und praxistaugliche Definition zu erarbeiten. Diese fasst die breit gefächerten Perspektiven zusammen zu einer prägnanten Umschreibung des Begriffs.
Von Destination Governance zu Destination Stewardship: Alter Wein in neuen Schläuchen?
(De Gruyter Brill, 2025-02-24) Spiegel, Steffen
Nachdem Destination Governance den wissenschaftlichen Diskurs beherrschte, steht nun das Konzept des Destination Stewardship im Raum. Beide befassen sich mit der Steuerung touristischer Zielgebiete. Mit Hilfe einer detaillierten Literaturanalyse stellt der Beitrag Gemeinsamkeiten und Unterschiede dar. Daraus wird das Modell der zwei Perspektiven auf die Steuerung von Destinationen entwickelt. Die beiden Konzepte stehen einander nicht entgegen, sondern ergänzen sich in ihrem jeweiligen Fokus.
Berufsethik in Arbeitsfeldern der Kindheitspädagogik und der Sozialen Arbeit: Eine vergleichende Studie
(IU Internationale Hochschule, 2026-02-27) Asam-van den Boogaart, Elisabeth
Im Rahmen eines Seminars zu Sozialgeschichte, Philosophie und Ethik setzten sich dual Studierende der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik (IU Ulm, WS 24/25) mit berufsethischen Grundlagen auseinander. Ausgangspunkt waren beobachtete Unterschiede zwischen eigenen ethischen Orientierungen in der Praxis und den Schwerpunkten relevanter Positionspapiere wie den Reckahner Reflexionen und der Berliner Erklärung des DBSH. Um die berufsethischen Leitlinien erfahrener Fachkräfte zu erfassen, erhielten die Studierenden einen offenen Fragebogen zu berufsethischen Fragen und Handlungsroutinen, den sie in ihren Praxisstellen verteilten. Die Rücklaufquote umfasste 36 ausgefüllte Fragebögen aus kindheitspädagogischen und sozialarbeiterischen Arbeitsfeldern. Mithilfe thematischer Analyse wurden zentrale Werte, deren Umsetzung in Hand- lungspraxis sowie mögliche Diskrepanzen zwischen Leitbildern und gelebten Routinen identifiziert. Die Ergebnisse zeigen sowohl viele geteilte ethische Grundorientierungen (z. B. Respekt, Empathie, Selbstbestimmung) als auch Unterschiede der ethischen Orientierungen nach den Hand- lungsfeldern. Ergänzt wurden die Befragungsergebnisse im Seminar sowie ein abschließendes Open-Space-Format zur Förderung und konkreten Umsetzung berufsethischer Praxis.
As part of a seminar on social history, philosophy, and ethics, dual students of Social Work and Early Childhood Education (IU Ulm, WS 24/25) explored the foundations of professional ethics. The seminar began by examining observed differences between students’ own ethical orientations in practice and the emphasis of relevant position papers, such as the RECKAHNER REFLECTIONS and the BERLIN DECLARATION of the DBSH. To capture the professional ethical frameworks of experienced practitioners, students distributed an open-ended questionnaire on ethical questions and routine practices at their field placements. A total of 36 completed questionnaires were returned from early childhood education and social work settings. Through thematic analysis, key values, their implementation in practice, and potential discrepancies be- tween guiding principles and everyday routines were identified. The findings indicate both widely shared ethical orientations (e.g., respect, empathy, self-determination) and differences in ethical priorities depending on the field of practice. The survey results were further discussed in the seminar and concluded with an Open Space session aimed at fostering professional ethical practice.
Zwischen Realität und Fantasiewelt: Die psychologischen Wirkungen immersiver Freizeitparkgestaltung auf Konsumentscheidungen
(IU Discussion Papers, 2026-02-21) Schümann, Jakob; Weege, Maria
Amusement parks are more popular than ever in Germany, transporting their guests into artificial worlds that tell their own stories. Theming and storytelling are an integral part of the holistic experience in many parks and inevitably have an effect on visitors. Nevertheless, there is a lack of scientific understanding of the psychological effects triggered by immersive amusement park design and how it influences consumer behavior. This work therefore aims to explore the psychological effects of immersive amusement park design and its influence on the choice of the amusement park visited. To this end, 115 people who had visited at least one amusement park in the past three years were asked about their subjective feelings during their visit in an online survey. The research revealed that aesthetic amusement park design triggers positive emotions, which in turn appear to promote customer loyalty. The immersion experienced during the visit promotes flow states, can satisfy social needs and the need to escape from everyday life, and is a relevant decision-making criterion when choosing an amusement park. These findings can help amusement parks make strategic investment decisions and form the basis for further research in this field.