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Researchers from IU publish their research results in numerous formats. Through this repository, we aim to make as many publications as possible available via Open Access. Gain insights into the dynamic and diverse research being conducted at IU!
Recent Submissions
Creating Animations for Maths Teaching
(IU Internationale Hochschule, 2025-12-08) Schneider, Florian; Libbrecht, Paul; Mas, Veronica
This discussion paper investigates short Manim based animations as reusable learning objects for undergraduate service mathematics and addresses four questions on pedagogical value, production effort, the role of generative AI, and design principles. A part of our contribution is a reproducible workflow, including concrete engineering choices for camera orientation, label management, and render time control through a quality flag. The paper further outlines a git centered development process with AI assistants and records practical guidance on Manim Community Edition usage and agentic code generation.
A small deployment was conducted in a small Analysis course within a civil engineering dual program in the summer semester 2025 at the IU Internationale Hochschule. Likert scale results indicate positive perceptions of relevance and clarity, and YouTube analytics show peaks in viewing near release dates during the lecture period from April 2025 to June 2025 with no spike during the exam phase. This pattern suggests use for in term understanding rather than last minute exam preparation. Qualitative comments cite improved visualization of abstract content and clearer answers to why certain topics matter, with a request for tighter links to worked examples.
The paper synthesizes design considerations for guided and self-guided consumption, timing and narration, and constraints imposed by small displays, and motivates reuse and open sharing of source-code-based animations. Limitations include a single site context, small sample, and the absence of objective learning outcome measures.
Zwischen Bildschirm und Besprechungsraum: Wahrnehmung von Emotionen in analogen und digitalen Führungskontexten. Eine qualitative Analyse aus Sicht von Führungskräften
(IU Internationale Hochschule, 2025-12-08) Ahlert, Mia; Berghammer, Anja
Emotions play a part in today's and tomorrow's workplaces. Emotions are central to contemporary work-places and will remain so. There is evidence that conversations between leaders and their employees are increasingly replaced by digital interactions. This study examines how the perception of emotions differs between digital and face-to-face situations. To investigate this, a qualitative interview study was conducted with seven executives from diverse industries. The results show that emotion perception relies on multiple cues, with nonverbal signals being particularly important. The executives acknowledged the challenges, and, in some cases, the opportunities associated with digital formats. This study found no clear evidence that digital formats lead to more misunderstandings than face-to-face interactions. Although the two contexts differ, emotions can be perceived in both. The findings highlight the importance of emotional awareness, reflective practice, and deliberate meeting design to minimize uncertainty and misunderstandings, including the targeted use of digital meetings.
Fun × Wissen = Erfolg: Edutainment in Mathematik-Servicekursen - Ein weg aus Frust und Zahlenangst
(IU Internationale Hochschule, 2025-12-03) Schneider, Florian; Maciejewski-Hofmann, Martina
Mathematik-Servicekurse gelten vielerorts als „Angstfächer“: Studierende aus Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bringen häufig negative Vorerfahrungen, geringe Selbstwirksamkeit und ausgeprägte Zahlenangst mit. Dieses Diskussionspapier zeigt, wie Edutainment-Ansätze die Lernmotivation und das Konzeptverständnis in fachfremden Mathematikkursen steigern können, ohne die fachliche Tiefe zu gefährden. Ausgangspunkt ist eine theoretische Fundierung anhand lernpsychologischer Modelle wie der Cognitive Load Theory, der Theorie der desirable difficulties und des Konzepts der Self-Explanation. Daran anschließend werden konkrete Edutainment-Formate vorgestellt – von Check-ins und Stimmungsbarometern über Begriffs- und Bewegungsspiele bis hin zu Storyboard-Methoden. Die Praxisbeispiele verdeutlichen, wie spielerische Zugänge in Vorlesungen und Übungen integriert werden können, um Aufmerksamkeit, Interaktion und langfristige Wissensverankerung zu fördern. Eine kritische Diskussion beleuchtet Chancen, Grenzen und Erfolgsfaktoren, insbesondere mit Blick auf technische, didaktische und institutionelle Voraussetzungen sowie den Umgang mit kognitiver Überlastung. Das Papier versteht sich als Impuls für die Diskussion, wie spielerische Methoden im mathematischen Hochschulunterricht systematisch verankert werden können.
Künstliche Intelligenz in der Physiotherapie
(IU Internationale Hochschule, 2025-12-01) Schubart, Constantin; Olbrich, Johannes
Die Studie untersucht, wie aktuelle und ehemalige Patienten den potenziellen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Physiotherapie bewerten und welche Faktoren diese Einschätzung beeinflussen. Grundlage war eine quantitative Online-Befragung mit 269 Teilnehmenden; Personen ohne physiotherapeutische Erfahrung wurden ausgeschlossen (n = 43), sodass 226 auswertbare Datensätze vorlagen. Erfasst wurden die Bewertung von KI (Cronbach’s alpha = 0,860), Technikbereitschaft (alpha = 0,862), Sorgen im Zusammenhang mit KI (alpha = 0,682) sowie allgemeine Selbstwirksamkeit (alpha = 0,907). Darüber hinaus gaben die Befragten an, wie sie den Einsatz von KI als Zweitmeinung einschätzen, welches diagnostische Entscheidungsmodell sie bevorzugen und ob sie sich durch KI eine bessere Rückmeldung zum Therapieverlauf erhoffen. Die Datenanalyse umfasste deskriptive Statistiken, inferenzstatistische Verfahren in Excel (Korrelationen, Regressionsanalysen, t-Tests) sowie ein Strukturgleichungsmodell (SEM) in SmartPLS. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt positive Einstellung gegenüber KI in der Physiotherapie (M = 3,64; SD = 0,71). Besonders gut wurde der Einsatz von KI als Zweitmeinung bewertet (M = 3,92; SD = 0,80). Eine deutliche Mehrheit (86,7 %) bevorzugte ein kollaboratives Entscheidungsmodell, bei dem KI den Prozess unterstützt, die letztendliche Verantwortung jedoch beim Physiotherapeuten verbleibt. Auch die Möglichkeit, durch KI ein verbessertes Feedback zum Therapieverlauf zu erhalten, wurde als hilfreich eingeschätzt (M = 4,00; SD = 0,75). Technikbereitschaft stand in einem positiven, wenngleich moderaten Zusammenhang mit der KI-Bewertung, während Sorgen über den Verlust persönlichen Kontakts und den Datenschutz negative Effekte zeigten. Weder die Selbstwirksamkeit noch das Alter hatten einen signifikanten Einfluss. Zusammenfassend bewerten Patienten den Einsatz von KI differenziert, aber überwiegend positiv, sofern diese die fachliche Expertise ergänzt und grundlegende Bedürfnisse wie persönliche Interaktion und Datensicherheit gewahrt bleiben.
Virtual Reality Coaching: Einstellungen und Erwartungen von Klient:innen im Licht von Potenzialen und Grenzen der Technologie
(Springer Nature, 2025-11-13) Werning, Ellena; Rifici, Chiara Tatiana
Virtual Reality Coaching (VRC) verbindet bewährte Coachingmethoden mit immersiver Technologie und ermöglicht Klient:innen ein intensives Erleben, Perspektivwechsel sowie das Erproben neuer Verhaltensweisen in realitätsnahen Szenarien. Eine Mixed-Methods-Studie zeigt: Die Mehrheit der Befragten steht VRC offen und neugierig gegenüber, insbesondere aufgrund der erlebbaren Nähe
trotz Distanz, der immersiven Tiefe und der gestalterischen Möglichkeiten. Die Potenziale überwiegen aus Klient:innensicht deutlich gegenüber den Risiken. Für eine wirksame Umsetzung müssen Coaches entsprechende Kompetenzen entwicklen, zudem gilt es, die Wirksamkeit noch weiter zu untersuchen.