Lebensbewältigung im Übergang in die Selbständigkeit

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IU Internationale Hochschule

Zusammenfassung

Junge Erwachsene im Übergang aus stationären Erziehungshilfen stehen durch fehlende familiäre Netzwerke vor einer komplexen Anforderungsdichte, die eine erzwungene frühe Selbständigkeit verschärft. Diese qualitative Studie untersucht ihre individuellen Bewältigungsprozesse und die Wahrnehmung von Unterstützungsangeboten. Auf Basis von fünf leitfadengestützten Interviews und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz werden die Erfahrungen im Rahmen des Lebensbewältigungskonzepts nach Böhnisch analysiert. Die Ergebnisse zeigen ein Bewältigungshandeln zwischen Konstruktivität und Regression. Es wird deutlich, dass gelingende Autonomie im Leaving Care keine absolute Unabhängigkeit bedeutet, sondern als relationales Gefüge verlässlicher pädagogischer Beziehungen zu verstehen ist. Young adults transitioning out of residential care face a complex array of demands due to a lack of family networks, which exacerbates the pressure to become independent at an early age. This qualitative study examines their individual coping processes and their perceptions of support services. Based on five guided interviews and a qualitative content analysis following Kuckartz, the experiences are analysed within the framework of Böhnisch’s concept of life coping. The results reveal coping strategies that oscillate between constructiveness and regression. It becomes clear that successful autonomy in leaving care does not mean absolute independence, but should be understood as a relational framework of reliable educational relationships.

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